In meinen Gärten und Wäldern
Seine Aufzeichnungen folgen dem Kreislauf eines Jahres. Sie beginnen mit winterlich kargen Flächen, erspüren die ersten Vorfrühlingssignale, feiern das Glück von strahlenden Blüten in Frühjahr und Sommer und folgen den Abschiedsmotiven des Herbstes. So erforschen und durchkreisen sie einen intensiv ahrgenommenen Lebensraum, in dem sich das allmähliche, kontinuierliche Vergehen von Zeit beobachten lässt wie nirgends sonst. Mit den knappen, fast lyrischen Texten von ›In meinen Gärten und Wäldern‹ knüpft Ortheil an seine frühsten, noch kindlichen Schreibexerzitien an (faszinierend beschrieben in seinem Roman ›Der Stift und das Papier‹). Daneben haben Vorbilder wie etwa die Prosagedichte von Francis Ponge (›Im Namen der Dinge‹) und die von Matsuo Bashô begründete Tradition des japanischen Haiku deutliche Spuren hinterlassen. Ein Buch zum Immerwiederlesen und Staunen!